[Herr Jimmy] [Sa, 1. Jan. 2005, 15:54] [personal crap]
Also das ist schon relativ unglaublich: Die Leute glauben einem den hanebüchensten Mist, den man ihnen auftischt. Auf Parties gebe ich hin und wieder vor, Engländer, Amerikaner oder Niederländer zu sein und unterhalte mich dann mit dem ein oder anderen Gast eben auf Englisch oder Niederländisch (optional deutsch mit dem je entsprechenden vorgetäuschten Akzent). Nur zum Spaß, man wirkt dadurch ja auch gleich interessanter. Und oft bemerken die dann auch, dass das alles nicht so stimmen kann, da ich mich doch eben noch mit ihrer Freundin in einwandfreiem Deutsch unterhalten habe. Man lacht gemeinsam drüber und das war's.
Heute nacht, Silvesterfeier in Castrop-Rauxel (ja, dieser Ort existiert tatsächlich, Wanne-Eickel ebenfalls.). Ich gebe mich also als ein junger Mann aus England aus, genauer gesagt aus Brixton. Ich war selbst erstaunt, wie gut das funktioniert. Ich konnte mehreren Leuten da eine komplett in dem Moment frei erfundene Lebensgeschichte erzählen, ohne dass sie auch nur kurz daran gezweifelt hätten. Und dann wird es anstrengend. Man muss aufpassen, sich nicht in allzu offensichtliche Widersprüche zu verwickeln, allen Leute sollte möglichst das Gleiche erzählt werden und man darf am besten gar nicht darüber nachdenken, in welch seltsamer Situation man sich hier eigentlich befindet. Denn tut man das, kann man sich nur schwer ein Lachen verkneifen, welches die ganze Sache auffliegen ließe. Ich hab es dann konsequent bis zum Ende durchgezogen und vermutlich glauben einige Menschen jetzt immer noch, einen jungen Mann aus London kennengelernt zu haben.
Aber auf solchen Veranstaltungen, bei denen man kaum jemanden kennt, kann man sich eine solche Aktion schon mal leisten. War ganz witzig, aber vorerst mach ich das nicht mehr, weil eben sehr anstrengend.
Schöne Grüße aus dem regnerischen Brixton!
Heute nacht, Silvesterfeier in Castrop-Rauxel (ja, dieser Ort existiert tatsächlich, Wanne-Eickel ebenfalls.). Ich gebe mich also als ein junger Mann aus England aus, genauer gesagt aus Brixton. Ich war selbst erstaunt, wie gut das funktioniert. Ich konnte mehreren Leuten da eine komplett in dem Moment frei erfundene Lebensgeschichte erzählen, ohne dass sie auch nur kurz daran gezweifelt hätten. Und dann wird es anstrengend. Man muss aufpassen, sich nicht in allzu offensichtliche Widersprüche zu verwickeln, allen Leute sollte möglichst das Gleiche erzählt werden und man darf am besten gar nicht darüber nachdenken, in welch seltsamer Situation man sich hier eigentlich befindet. Denn tut man das, kann man sich nur schwer ein Lachen verkneifen, welches die ganze Sache auffliegen ließe. Ich hab es dann konsequent bis zum Ende durchgezogen und vermutlich glauben einige Menschen jetzt immer noch, einen jungen Mann aus London kennengelernt zu haben.
Aber auf solchen Veranstaltungen, bei denen man kaum jemanden kennt, kann man sich eine solche Aktion schon mal leisten. War ganz witzig, aber vorerst mach ich das nicht mehr, weil eben sehr anstrengend.
Schöne Grüße aus dem regnerischen Brixton!